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| Geschichten aus der Arbeitswelt.... |
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China
zu besuchen ist die eine Sache - aber in China zu arbeiten noch einmal
eine ganze andere.... In China als Frau in einem Büro zu arbeiten - total
anders......! Als ich hörte, das ich 14 Tage nach Shanghai darf - war ich
erst einmal völlig begeistert - sofort habe ich versucht, mich mit den
Kulturen des Landes vertraut zu machen! Als
ich durch die große Eingangstür ging und mich nach den Aufzügen umsah, war
ich alleine in der Halle. Ich entdeckte am Ende eine weitere Halle mit 3
Aufzügen, drückte, stellte mich in die Mitte der Halle und wartete darauf,
welcher Aufzug zu erst kam.... - es klingelte, der Aufzug kam, die Türen
gingen auf und auf einmal kamen "unendlich" viele Chinesen aus den Ecken
und drängelten sich in den Aufzug rein...., die Türen gingen zu und ich
stand immer noch in mitten der Halle - ohne auch nur einen halben Meter
nach oben gekommen zu sein.... Ich kam mir
hier schon extrem verloren vor - aber nun gut - da musste ich durch. Die
meisten meiner Kollegen hatten ein "MontagsMorgenMeeting" und so wahr ich
erst einmal auf mich alleine gestellt......! Besonders in Erinnerung geblieben sind mir auch die Mittagspausen....In der Etage wo ich mein Büro hatte, war absolute Ruhe, da sich hier auch die Besprechungsräume befinden..... man sah und hörte niemanden....! Zur Mittagszeit, ca. 12.00 Uhr, kamen aus allen Ecken und Büros die Menschen, sie schrieen, lachten, kicherten, spielten Tischtennis und tummelten sich in der Kantine..... 45 Minuten später waren alle wieder verschwunden und es wahr Ruhe auf dem Gang! Komisch fand ich das schon....., es wiederholte sich jeden Mittag! An einem
Tag sind wir in die nahe gelegene Produktion gefahren, ich dachte ja nicht
im Traum daran, da Shanghai doch emanzipiert schien - das es dort nicht
so sein könnte... Die Frauen, die in den Büros arbeiteten durften nicht
über das Gelände gehen ohne sich einen blauen Overall anzuziehen und in
der Kantine (von dem Essen für einen europäischen Magen - wollen wir jetzt
hier nicht sprechen) aßen Männer und Frauen wirklich noch getrennt. Ich
war so verwundert, das ich überhaupt nichts essen konnte. Zudem man mir
erzählte, das ich auch die erste Europäerin war, die sich überhaupt in
diese Kantine traute (und ich mit einem gekichere aus allen Ecken begrüßt
wurde).... China ist wirklich anders und darauf hat mich auch kein Buch
vorbereitet! Von wegen,
nicht Freitags und nicht im Niemandsland! Neben mir warteten noch 2
weitere Damen auf ein Taxi, ich stellte mich höfflich hinten an, aber
jedes Taxi, was in unsere Nähe kam war belegt oder hielt einfach nicht
an.... Die beiden Frauen, schafften es nach ca. 30 Minuten einen Wagen
anzuhalten, ich dachte super - jetzt stehst Du hier auch noch ganz alleine
rum, da geschah das unglaubliche... Sie zeigten, ich sollte einsteigen,
sie würden auf das nächste Taxi warten... Ich konnte mein Glück kaum
fassen, bedankte mich höfflich auf chinesisch und sprang in das Taxi. Ich
hielt dem Fahrer die Visitenkarte vom Hotel unter die Nase und murmelte,
er sollte sich beeilen (André wartete schließlich schon seit ungefähr
einer halben Stunde in der Lounge). Was mich jetzt erwartete war der
Höllentrip von Shanghai und brachte dann meine Asien-Krise so richtig zum
brodeln..... Er fuhr - aber nicht wie alle Taxifahrer in einer
Geschwindigkeit, das mir schlecht wurde - sondern mit maximal 25 km ritten
wir über die Straße........, alle 5 Minuten hielt er an und putzte die
Windschutzscheibe von außen sauber und abgesehen davon fuhr er in die
komplett verkehrte Richtung (soweit ich das beurteilen konnte). Ich sah
mich verloren in einer 20 Millionen Menschen statt mit 3 Worten
Chinesisch.... Ich rief André im Hotel an und teilte ihm die Taxi-Nummer
mit und er sollte mich von der Polizei suchen lassen, wenn ich nicht bis
21.00 Uhr im Hotel angekommen bin.... Den Fahrer störte mein Geschimpfe
übrigens kaum - wie auch - er verstand mich ja nicht.... als er dann zum
10mal anhielt um seine Windschutzscheibe zu putzen, hab ich ihn dann in
einem Mischmasch auf Englisch, Deutsch, Französisch und Chinesisch
zusammen geschrieen... er schaute mich an - entschuldigte sich und fuhr
und diesmal fuhr er und ritt nicht über die Straße.... Nichts desto trotz - ich würde es immer wieder machen!!!
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